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Freitag, 25 Mai 2012
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 Der uralte Wunsch des Menschen, in das eigene Handeln Ordnung und es gleichzeitig mit der ewigen Bewegung der Himmelskörper in Einklang zu bringen, fand seit Urzeiten seine Materialisierung in den verschiedenen Zeitmeßmitteln. Mit Hilfe der verschiedensten Geräte maß und teilte der Mensch die ablaufende Zeit.

 

 

Sein erster Helfer war dabei die Sonnenscheibe. Ihre Strahlen teilten den Tag auf den Sonnenuhren, von denen es zwei Typen gab: ortsfeste und tragbare. Die tragbaren Sonnenuhren waren schon den alten Ägyptern bekannt und wurden während des ganzen Altertums benützt. Sie überdauerten Jahrtausende und waren noch lange Zeit ein Korrekturmittel für die anfangs sehr unzuverlässigen Räderuhren, bis sie schließlich durch die Erfindung der Spiralfeder als Gangregler (1674) verdrängt wurden. Als ortsfeste Sonnenuhren haben sie niemals ihre Bedeutung eingebüßt, und sie werden auch noch heute konstruiert.

 

 

Die erste urkundliche Erwähnung einer mechanischen Uhr datiert aus dem Jahr 1335 in Mailand. Ende des 14. Jahrhunderts ließen die Städte allgemein sichtbare Räderuhren anbringen. Im 16. Jahrhunderet zählten Uhren zu den Merkmalen einer Stadt: "Portae, pulsus, pueri" (Tore, Schlaguhren, Schüler). 1510 konstruierte der Schlossermeister Peter Henlein (1479-1542) das "Nürnberger Ei" als Taschenuhr. Danach ermöglichte die handwerkliche Serienfertigung den Privatbesitz von Wand-, Tisch- und Taschenuhren.

Armbanduhren kamen um 1900 zuerst für Damen auf, Herren hielten noch länger an der traditionellen Taschenuhr fest. Automatische Uhren gibt es seit 1923, Quarzuhren seit 1927.

 

Der menschliche Scharfsinn erfand jedoch zum Messen der Zeit noch eine ganze Reihe weiterer Geräte, z.B. Mond-, Wasser- und Kerzenuhren, die bis ins 13.Jh. hinein die Zeit anzeigten, weiter Sanduhren und vom 16. bis 18. Jh. Öluhren. Wegen ihrer Abhängigkeit von äußeren Bedingungen und Veränderungen sowie wegen ihrer technischen Exklusivität fanden diese Zeitmeßgeräte jedoch keine allgemeine Verwendung, sie werden heute als wissenschaftliche Antiquitäten in technischen Museen aufbewahrt.

 

sanduhr

 

Der dem Menschen angeborene Sinn für Ästhetik fand erst in der Form und Anordnung der Räderuhren einen einzigartigen Gegenstand, der die Zeit angab und zugleich ein Kunstwerk darstellen konnte. Deshalb nehmen diese Uhren auch in Sammlungen eine führende Stelle ein.

 

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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 31. Januar 2010 um 18:15 Uhr
 

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